Einfamilienhaus Hennentalweg, Tübingen, in Vorbereitung
Bauherrschaft:
privat
Architekt:
Daniel Schmid Dipl. Arch. ETH, Freier Architekt, Biesingerstraße 26, 72070 Tübingen
Tragwerksplanung:
Schneck Schaal Braun Ingenieurgesellschaft Bauen mbH, Beratender Ingenieure VBI, BDB, Wahlhau 47, 72070 Tübingen
Das Wohnhaus soll in einer der letzten Baulücken in einem Wohngebiet am relativ steilen Südhang des Tübinger Schlossbergs entstehen. Das Grundstück hat eine Fläche von knapp 700m² und ist nach Südosten auf das Neckartal orientiert.
Gestalterisch entwickelt sich das Haus aus der exponierten Hanglage, indem zum Tal eine möglichst große Offenheit geschaffen und hierdurch ein starken Bezug nach außen hergestellt wird. Alle Stockwerke öffnen sich auf den Außenbereich mit großzügigen Terrassen und dem Garten. Der Zugang erfolgt durch das Untergeschoss, in dem sich auch ein Arbeitszimmer, ein Fitnessraum und der Technikraum befinden. Ein weiterer Zugang erfolgt über die von der Straße ebenerdige Garage darunter mit zwei Stellplätzen, hier ist auch ein barrierefreier Zugang möglich. Im Erdgeschoss befinden sich Kinder- und Gästezimmer und Bäder, das Obergeschoss füllt der teilweise doppelt hohe Wohnbereich mit Essbereich, offener Küche, Speisekammer, einem über eine große Schiebetür abtrennbaren Medienbereich und ein WC vollständig aus, er öffnet sich vorn auf die mit einem Lamellendach überdeckte Terrasse, nach hinten auf den Garten. Im Dachgeschoss befindet sich der Schlafbereich der Bauherren mit einem Bad, er ist über großzügige Dachfenster auf den rückwärtigen Wald orientiert.
Konstruktiv wird das Haus bedingt auch durch die Hanglage als Massivbau entstellt, mit einer Dachkonstruktion aus Holz. Die Auswahl von Materialien und Farben der Oberflächen ist noch nicht abschließend erfolgt, die Bauherrschaft wünscht aber eine möglichst ruhige Erscheinung.
Mit dämmendem Mauerwerk, umlaufender Perimeterdämmung, dreifachverglasten Holzalufenstern, außenliegendem Sonnenschutz, Luftwärmepumpe und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreicht das Haus einen Standard als Effizienzhaus 55 EE. Es soll über eine Fußbodenheizung beheizt und im Sommer temperiert werden und bekommt zusätzlich einen Kaminofen im Wohnbereich. Die großen südostorientierten Glasflächen tragen bei niedrigem Sonnenstand im Winter zur Beheizung bei, während die Südfassade im Sommer über die hohen Dachüberstände verschattet wird.
Der geplante geringe Wärmebedarf führt zusammen mit der Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von etwa 20 kW peak, die die Südseite des Dachs vollständig bedeckt, zu sehr geringen Nebenkosten. Dies soll es erlauben, einschließlich des Bedarfs für die Heizung über das Jahr erheblich mehr Strom einzuspeisen als zu beziehen. Der sommerliche Wärmeschutz führt auch bei hohen Außentemperaturen zu sehr angenehmem Raumklima auch im Dachgeschoss.